Motor geht aus, Ruckeln im unteren Drehzahlbereich, keine Fehlercodes

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein Problem mit meinem Chrysler Voyager und hoffe auf eure Erfahrungen.

    Heute ist mir der Wagen während der Fahrt ausgegangen – leicht bergauf, ausrollend, im unteren Drehzahlbereich. Die letzten Tage hat er beim Anfahren immer wieder geruckelt. Ich musste zunehmend „kräftiger“ anfahren bzw. mehr Gas geben, damit er sauber losrollt. Das Ganze fing vor ca. drei Wochen sehr sporadisch an und wurde dann immer häufiger.

    Nach dem heutigen Ausfall lief der Motor nur noch unruhig. Wenn ich stärker beschleunige, läuft er gefühlt normal. Sobald ich wieder in den niedrigeren Drehzahlbereich komme, fängt er an zu ruckeln – bis hin zum kompletten Ausgehen.

    Das Merkwürdige: Das ist jetzt das dritte Mal, dass dieses Muster auftritt. Nach längerer Standzeit (mindestens ein halbes Jahr) läuft der Wagen zunächst völlig problemlos – bestimmt 2000 km ohne Auffälligkeiten. Je regelmäßiger ich ihn dann nutze, desto stärker wird das Ruckeln, bis es irgendwann zu solchen Ausfällen kommt.

    Fehler habe ich ausblinken lassen – es wird kein einziger Code ausgegeben.

    Ich frage mich, ob es vielleicht am Kraftstofffilter liegen könnte (lange Standzeit → Ablagerungen?). Oder ob eventuell ein Zylinder zeitweise ausfällt – wobei ich vermuten würde, dass so etwas eigentlich im Fehlercode auftauchen müsste.

    Öle und Flüssigkeiten habe ich kontrolliert (auch wenn die schon länger nicht gewechselt wurden).

    Hat jemand eine Idee, was das sein könnte oder wo ich am besten anfange zu suchen?

    Viele Grüße Tobi

  • Ich frage mich, ob es vielleicht am Kraftstofffilter liegen könnte

    Moin,

    es klingt so, dann ist der Filter nach 2000km wieder dicht, er läuft zu mager, für das Steuergerät ist das Kennfeld dann schon überschritten, es kann nicht weiter nachregeln, und läuft mies. Filter tauschen ist mut nem leeren Tank am einfachsten, und ein neuer Filter ist ehe was positives und nichts teures.

    Theoretisch könnte es auch ne Zündspule sein die je mehr Dauer Motorwärme (warm/kalt ausdehnen, schrumpfen) irgend einen Konrakt verliert, ebenso Zündkabel.

    Ich hab nicht auf dem Schirm ob das Steuergerät solche Zündfehler erkennt.


    Aber der Spritfilter ist der einfachste Versuch von Eingrenzung.

  • Das Steuergerät erkennt Zündfehler nur eingeschränkt weil es keinen Klopfsensor hat.

    Spritfilter tauschen geht auch bei vollem Tank, alles easy.


    Vermutlich ist aber eine Diagnose mit Diagnosegerät deutlich sinnvoller

    Ich heiße nicht Wolfram, das ist nur mein Nickname.

    "Bestandener TÜV beim ersten Versuch bringt Unglück"

  • Nabend und danke für eure Antworten.

    Leider war es nicht der Spritfilter. Schön wär's gewesen...

    Ich hatte den Voyager die Tage bei einer örtlichen Werkstatt. Der Mechaniker hat sich die Sache angesehen und meinte:

    • Der Motor läuft nicht auf allen Zylindern.
    • Daraufhin hat er die vorderen Zündkerzen geprüft. Eine davon war ziemlich verrußt. Das zugehörige Zündkabel ist wohl ebenfalls angefressen.
    • Anschließend wurde die Kompression gemessen, die offenbar ziemlich schlecht ausgefallen ist.
    • Über das Abgasventil hat es herausgeblasen.
    • Mit einer Kamera wurde dann in den Brennraum geschaut. Auf einem der vorderen Kolben ist an einer Ecke ein deutlicher Einschlag zu sehen. Das Ventil schließt dementsprechend wohl nicht mehr richtig.
    • Eventuell ist eine Ventilfeder gebrochen. Mindestens ein beschädigter Kolben scheint aber ziemlich sicher zu sein.

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage:

    Reparieren lassen oder lieber die Reißleine ziehen und weg damit?

    Hat jemand schon einmal einen ähnlichen Schaden gehabt und kann etwas zu Aufwand bzw. Kosten sagen? 🤔

  • Anschließend wurde die Kompression gemessen, die offenbar ziemlich schlecht ausgefallen ist.

    Was sind die Zahlen der Messung? "ziemlich schlecht" ist leider keine brauchbare Aussage.

    Auf einem der vorderen Kolben ist an einer Ecke ein deutlicher Einschlag zu sehen. Das Ventil schließt dementsprechend wohl nicht mehr richtig.

    Das kann ja eigentlich nur von eine kaputten Feder kommen wenn es nur bei dem einen Zylinder passiert ist. Wie sehen die anderen Zylinder aus? Gibt es Bilder von der Endoskopie?

    Reparieren lassen oder lieber die Reißleine ziehen und weg damit?

    Natürlich reparieren, wo sind wir denn hier.

    Der Kollege soll erstmal den Ventildeckel vorne ab machen, dann sieht man ja direkt was mit der Feder ist.

    Die Frage steht und fällt mit dem tatsächlichen Schadensbild am Kolben

    Kolben wirklich tatsächlich nicht-schönredbar defekt -> vielleicht vielleicht neuer Motor

    Kolben nicht schön, aber dafür selten -> einfacher Kopf Service (beide Köpfe runter, ggfs Ventil(e) erneuern, Köpfe planen, Ventile Schleifen, Sitze Fräsen

    Wenn nicht grade ausgedachte und gewürfelte Werkstatt preise aufgerufen werden, kommst du für einen einfachen Kopfservice ordentlich durchgezogen für 500-700€ Material locker hin denke ich. Mit Tendenz eher zur 500 statt zur 700.

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