Bremsleistung verbessern hinten

  • Also, das Thema gab es hier schon mal, aber es wurde kein Ergebnis gepostet, was am Ende die Lösung war.

    Der TÜV hat hinten die Bremsleistung der Betriebsbremse und Feststellbremse bemängelt.

    Auch sind beide ungleichmäßig links und rechts.

    Habe eine Trommel mal runter gemacht und da drinnen sieht es aus, als hätte ich jemand vor kurzem die Bremse überarbeitet.

    Bremsbeläge sehen auch noch okay aus, allerdings Roststaub auf den Belegen.

    Werde die Belege jetzt mal erneuern und jemand suchen, der mir die Trommel etwas ausdreht.

    Nach meiner Sicht wurden die Bremsnachstellschrauben li./re verwechselt, der Automatikhebel dreht die Schraube rein und spreizt damit nicht Bremsbacken nach außen. Ob aber das alleine das Bremsproblem löst kann ich nicht beurteilen….

    Was die unterschiedliche Wirkung der Feststellbremse anbelangt ist das auch konstruktiv bedingt, die rechte Seite bremst auf der Primärbacke, die linke Sekundär. Aber ich denke der TÜV ist stur.


    Irgendwelche Tipps zu dem Thema?


    Grüße, Kache

  • Welche Werte haben die Bremsen?


    Schraub die Nachsteller auseinander, die haben innen R und L eingeschlagen.

    wozu Beläge wechseln? Sehen doch frisch aus, nach zwei mal Bremsen ist der Rost auch weg.


    Nach meiner Sicht wurden die Bremsnachstellschrauben li./re verwechselt, der Automatikhebel dreht die Schraube rein und spreizt damit nicht Bremsbacken nach außen. Ob aber das alleine das Bremsproblem löst kann ich nicht beurteilen….

    Ich hatte mal den gleichen Fall, da hat das Einbauen der Nachsteller wo sie hin gehören alle Probleme gelöst.

    Was die unterschiedliche Wirkung der Feststellbremse anbelangt ist das auch konstruktiv bedingt, die rechte Seite bremst auf der Primärbacke, die linke Sekundär.

    Das stimmt nicht, die Feststellbremse betätigt Sekundär und Primärbacke. Das funktioniert aber natürlich nur dann zuverlässig, wenn der Nachsteller sauber nachgestellt hat.
    Da deine Nachsteller aber allem Anschein nach sowieso nur Murks gemacht haben ist das Ergebnis der Feststellbremsenmessung nicht aussagekräftig.


    Ich würde folgendermaßen machen:

    Backen so lassen wie sie sind, sind ja alles top aus.
    - Nachsteller überprüfen, dass Links/rechts korrekt ist.
    - Nachsteller so weit auseinander drehen, dass die Trommel noch so grade drauf geht
    - Mutter des Radlagers gemäß WHB festziehen.
    - Das untere Gummi am Ankerblech rausmachen, dann kann man mit einem Schlitzschraubenzieher den Nachsteller von aussen drehen
    - Achse hinten aufbocken

    - Rad drehen und während es sich dreht in die Bremse treten
    - Nachsteller 2-3 Klicks weiterdrehen (wenn es nicht klickt stimmt was mit dem Nachsteller Mechanismus nicht)
    - wieder Rad drehen und in die Bremse treten
    - prüfen ob der Belag leicht schleift (das muss nach dem Bremsen passieren, nicht nach dem Nachstellen)
    - wiederholen bis der Belag beim drehen ganz leicht schleift. näher bekommst du die Nachsteller nicht eingestellt.

    Wenn dann beim Tüv noch irgendwas nicht stimmt von den Werten her einfach Schraubenzieher in der Tasche haben und dem Nachsteller ein paar Klicks mitgeben bis es passt.

    Ich heiße nicht Wolfram, das ist nur mein Nickname.

    "Bestandener TÜV beim ersten Versuch bringt Unglück"

  • Das Problem mit ungleicher Bremswirkung nach Trommelwechsel hatte ich auch schon mal. Wie Wolfram schon schrieb, habe ich es damals auch gelöst. Aufgebockt und mit Schraubenzieher leicht schleifend eingestellt. Passte dann super beim TÜV.

  • Erstmal danke für die Himweise zum Einstellen.

    Die neuen Beläge hatte ich schon bestellt deshalb tausche ich die gleich.

    Die letzten TÜV Werte siehe unten - Feststellbremse ist scho a bisserl kritisch :huh:

    Noch eine Frage zum Einstellerhebel: bei mir liegt er nicht am Drehrad/Zahnkranz an, erst wenn der Seilmechanismus betätigt wird berührt er das Rad. Deshalb gibt es manuell keine Klicks sondern das Rad lässt sich einfach so drehen…

  • bei mir liegt er nicht am Drehrad/Zahnkranz an, erst wenn der Seilmechanismus betätigt wird berührt er das Rad. Deshalb gibt es manuell keine Klicks sondern das Rad lässt sich einfach so drehen…

    Mh da bin ich mir grade nicht ganz sicher muss ich gestehen.

    283DaN auf der Hinterachse ist schon arg viel, 180DaN im unteren akzeptablen Bereich. Trommeln und Beläge sind also in Ordnung.

    Feststellbremse ist aber schlecht, das würd ich auf den Nachsteller schieben.

    Bin gespannt wie es klappt

    Ich heiße nicht Wolfram, das ist nur mein Nickname.

    "Bestandener TÜV beim ersten Versuch bringt Unglück"

  • Bei mir ist das auch schon lange her als ich das gemacht habe, allerdings denke ich das du solange den Nachsteller drehen mußt bis er anliegt. Eventuell stellt der sich nicht mehr selbsttätig nach, daher der Unterschied zur anderen Seite.