Soo seit längerem gibt es jetzt mal noch ein Mini-Update.
Ohne Bilder, aber trotzdem erwähnenswert war eine kleine Story mit der Gasanlage.
Ab und an leuchtete die Motor-Kontrolleuchte und es war immer wieder der gleiche Fehler, #27. Das nicht nur einmal sondern direkt dreimal. Der gleiche Fehler war drei mal gesetzt. Immer wieder. Manchmal lange garnicht, dann ein paar mal schnell hintereinander.
Das schlaue Wiki verrät folgenden Fehlercode:
Zitat
Und was bedeutet das jetzt? Nun, es scheint Probleme nicht nur bei einem Schaltkreis der Injektoren zu geben, sondern bei allen dreien.
Ja aber warum? Erstmal wegignorieren.
Dann folgte eine längere Tour über die Lofoten und wieder zurück.
Was fiel auf? Ab und zu ruckelte der Motor, das war nicht nur ein leichtes ruckeln sondern ein richtig enormes Aussetzen des Motors, man hatte das Gefühl man bleibt jetzt stehen und das wars. Nach dem Umschalten auf Benzin war das Problem sofort wieder weg.
Noch etwas fiel auf, das Auto verbrauchte zusätzlich zum LPG auch noch Benzin. Ja ist normal, fürs Warmfahren braucht man ja Benzin. Man kann sich nur leider nicht auf ewig selbst belügen, irgendwann konnte es nicht ignoriert werden:
Das Auto verbraucht gleichzeitig Gas und Benzin.
Und jetzt?
Das erklärt zumindest mal das Ruckeln, der Motor bekommt zu viel Sprit und geht fast aus.
Aber warum? Wie kann das überhaupt sein? Das Problem war mal mehr vorhanden, mal weniger.
Wenn doch etwas kaputt wäre, dann würde es doch die ganze Zeit kaputt sein? Oder? Oder?!
Anscheinend nicht.
Bei einer Gasanlage mit Injektoren ist es üblicherweise (bei einer Prins VSI auf jeden Fall) so, dass die Leitungen der Benzin-Injektoren durchtrennt werden und durch die Gasanlagentechnik hindurchgeschleift werden. Das ist notwendig, damit die Gasanlage die Benzin-Zufuhr abschalten kann. Das kann ein Motorsteuergerät natürlich nicht, dafür ist es nicht gebaut.
Also trennt eine Gasanlage einfach die Verbindung der Injektoren?
Nein.
Warum?
Weil das Motorsteuergerät erkennt wie viel Strom durch die Injektoren fließt und diese Werte kontrolliert. Damit kann ein Steuergerät erkennen, ob es einen Kurzschluss oder eine Fehlfunktion seitens der Injektor-Ansteuerung gibt. Fließt kein Strom ist was kaputt.
Also muss dem Steuergerät der korrekte Widerstand eines Injektors im Gasbetrieb..vorgegaukelt werden...untermogeln, simulieren, fälschen.
Man könnte auch sagen man muss den fehlenden Widerstand...emulieren.
Da gibt es doch ein Teil einer Prins VSI 1. Der... Emulator!
Und so sieht das Teil aus:


Ganz früher war es bei der Prins VSI 1 so, dass dieser Emulator in den Kabelbaum integriert war. Da diese Idee natürlich schlecht ist wurde daraufhin der Emulator mit einem Stecker versehen. Hier scheint es verschiedene Teilenummern zu geben (6-Zylinder):
- 091/71004
- 091/71005
- 091/71006/B
Mit 80€ war das Teil jetzt nicht besonders günstig, aber einen Versuch ist es Wert.
Also zur Halle gefahren mit dem neuen Teil dabei. Praktischerweise ruckelte die Karre wieder bis zum erbrechen. Der Motor war auf Gas nicht mehr in der Lage das Standgas zu halten und ist sofort aus gegangen wenn Gas weggenommen wurde.
Also, alten Emulator raus, neuen rein. Motor gestartet und siehe da: seidenweicher Motorlauf.
Es ist also klar, der Emulator war kaputt, und das schon ziemlich lange.
Ich vermute dass in dem Emulator Transistoren/MOSFETs oder was auch immer da drin steckt gealtert sind und dann nicht mehr in der Lage waren die Benzin Injektoren ordentlich zu trennen. Dadurch ging etwas Strom an die Injektoren und haben so Benzin in den Motor gelassen.
Nachprüfen kann man das nicht wirklich, die Module sind vergossen.
Gastank:
Beim Einbau des Gastanks wurden brav natürlich die von Stako mitgelieferten Schlosschrauben verwendet.
Diese Schrauben waren nur leider Roh (nicht brüniert/phosphatiert wie ich vermutet hatte).
Dementsprechend widerstandsfähig gegen Rost waren die Schrauben dann auch, nämlich garnicht.
Dem Herrn vom TÜV schien die selbst gebaute Halterung nicht zu missfallen, die rostigen Schrauben waren natürlich nicht in Ordnung.
Bei der Auslegung des Halters habe ich nicht vorgesehen dass man diese Schrauben tauschen kann wenn der Tank eingebaut ist.
Also muss der ganze Tank wieder raus, und die Schrauben schnell ersetzt.
Bei der Gelegenheit sind dann noch zusätzlich 8mm dicke Stücke eingesetzt worden um den Druck der Verschraubung zur Karosserie hin noch besser zu verteilen, die Karosseriescheiben von vorher schienen mir etwas dürftig.
Dann wurde der gesamte Träger von innen noch mit FluidFilm AS-R konserviert und die Enden der Vierkantrohre mit Kappen verschlossen.


