Zusatzölkühler für Automatik Getriebe

  • Moin werte Enthusiasten
    Da wir in der Schweiz so einige Steigungen befahrbar gemacht haben, welche in den USA als vermutlich unpassierbar gelten, möcht ich mal Wissen was Ihr so von einem
    Zusatzkühler für das Automatengetriebe haltet und wie Ihr diesen schalten würdet.
    Fahrzeug: Dodge Grand Caravan
    Motor: 3.8 Ltr
    Getriebe: Automatik
    Jahrgang: 1994

  • Hey hey,


    Sehr interessantes Thema.
    Hast du denn schon einen zusätzlichen Kühler drin? Also vor dem Klimakühler? Da gab es nicht immer einen kühler standardmäßig. In Europa zwar schon, aber der Dodge ist ja nicht europäisch.


    Grundsätzlich gibt es ja auch einen Wärmetauscher mit den Kühlwasser, der sollte man immer mitbenutzen, damit das Öl nicht zu kalt wird (wenn man einen Riesigen kühler benutzt oder im kalten winter).


    Einen zusätzlichen (größer als originalen) kühler einzubauen ist grundsätzlich zu empfehlen.


    der Aufbau ist dann wie folgt:


    Ausgang Getriebe -> Luftkühler -> Wasserkühler -> Getriebeeingang


    Ich werde da bald auch mal noch ganz ausführlich was zu erarbeiten, aber das ist noch nicht spruchreif.


    liebe Grüße

  • Guten Abend Wolfram
    Ich habe schon diverse Infos beisammen, in einem anderen Forum gibts eine Temperaturliste wie lange ein Getriebe je nach Temperatur "hält" beziehungsweise wie schnell dann die Lamellen verbrennen...
    Da wir bei uns ,wie schon gesagt, entweder Steigungen befahrbar machen oder sonst halt Löcher in die Berge in Form von Tunells graben, denke ich, ist ein Zusatzkühler für die Getriebeflüssigkeit sicher sinnvol.
    Zu deiner Frage, diese kann ich Dir oder Du mir genau beantworten wenn ich Fotos vom Motorraum gemacht habe...)
    Gemäss Liste, ist die Optimale Betriebstemperatur zwischen 80-85 Grad, Celsius mehr geht leider sehr schnell immer..
    Denke Universalkühler mit Lüfter welcher bei 85 Grad einschaltet und eine Tempanzeige im Innenraum sind Balsam für dieses Getriebe...


    Aus einem andern forum:
    Bis 80° - Lebensdauer 100.000 mi und mehr.
    Bis 90° - Lebensdauer 80.000 mi und mehr.
    Bis 105° - Lebensdauer 50.000 mi wenig mehr.
    Bis 115° - Lebensdauer 25.000 mi kaum mehr.
    Bis 125° - Lebensdauer 15.000 mi kaum mehr.
    Bis 145° - Lebensdauer 4.000 mi Maximal, eher weniger.
    Bis 155° - Lebensdauer max.2.000 mi -bis sofortiger Schaden.
    Wie und wann auch immer sollten möglichst 100° nicht überschritten werden. Beim A604 natürlich oft nicht möglich.

  • Ja solche Listen sind auch schomal auf den Verpackungen von Getriebeölkühlern zB von Haynes zu sehen.
    Was man davon jetzt konkret hält..ich weiß ja nicht.
    aber ich gebe dir recht, heißer als 100 Grad muss nicht sein (passiert trotzdem).
    Einen eigenen kühler MIT Lüfter hatte ich garnicht auf dem Schirm. Geht bestimmt. Frage ist nur wohin damit ?(
    Interessante Angelegenheit aber auf jeden Fall.


    wir es bald irgendwann mal versuche zu geben :D suche nur noch einen 4-Kanal temperaturlogger der kein Vermögen kostet

  • Guten Abend Wolfram
    Ja es wird bald einen Einbau geben...momentan bin ich jedoch noch damit beschäftigt, die amerikanischen Umbauergebnisse in wintertaugliche eidgenösische zu transferieren...
    Der Dogie ist ein Umbau von IMS mit tiefergelegtem Boden, vollautomatische Schiebetüre und Rollstuhlrampe, Luftbälge hinten und Bodykit.
    Hat knapp 20 000 km hier bei uns seit Import 1994 gelaufen davon jedoch nie im Winter...
    Mache jetzt Unterboden mal komplett richtig und nicht nach Amistyle...doch dazu mehr in der Projekt Vorstellung...
    Weshalb brauchst Du 4 Kanal templogger?

  • Ui, klingt nach einer coolen Karre!!


    die Idee ist die Temperaturen mit verschiedenen kühleraufbauten zu messen.
    zB nur wasserkühler, luft+wasserkühler,
    Luft+wasserkühler+Thermostat und das ganze dann mal detaillierter betrachten was wie viel bringt

  • Ui, klingt nach einer coolen Karre!!


    die Idee ist die Temperaturen mit verschiedenen kühleraufbauten zu messen.
    zB nur wasserkühler, luft+wasserkühler,
    Luft+wasserkühler+Thermostat und das ganze dann mal detaillierter betrachten was wie viel bringt

    Ich melde mich morgen Abend mal, doch warum messen, wenn die originale Kühlung schon an ihre Grenzen kommt?
    Wünsche einen angenehmen Abend noch...

  • Das wäre ja erstmal der einfachste Aufbau...
    Aber Kühler mit Lüfter klingt spannend, nur der Platz dafür ist eher nicht so gegeben.
    Erklärt mich für verrückt aber eine PC Wasserkühlung ist ja so weit nicht entfernt von der Idee man könnte doch einen Ölkühler mit PC Lüftern bestücken und auch Direkt die Temp Steuerung davon nutzen für den Innenraum. HIER


    Ja, hier noch ein Bild für den einfachsten Aufbau :D

  • Ich würde aus der Zeichnung die Flussrichtung ändern, sodasss der Luftkühler als erstes durchströmt wird.


    Man möchte das Getriebeöl ja nicht unbedingt auf Gedeih und Verderb kalt haben, es spielt auch eine gleichmäßige Temperatur eine Rolle.
    Es ist auch nicht besonders toll in ein Betriebswarmes Getriebe 40 Grad kaltes Öl einzuleiten (ist natürlich die frage bei welcher Kühlergröße sowas passiert).


    Deswegen ist es denke ich eher besser zunächst den Luftkühler zu durchfließen, und dann danach das potenziell kalte Öl wieder über den Wasserkühler zu erwärmen, um eine (möglichst) gleichmäßige Temperatur zu erreichen, die dann auch noch möglichst kalt ist.


    Wie im anderen Thread schon erwähnt würde ich das gerne mal mit einem Temperaturlogger genau überprüfen und mit verschiedenen Kühlervariationen und Konstellationen durchprobieren.


    Ich werde bald mal mit diesem Thermostat:
    https://www.sandtler24.de/moca…-fuer-oelkuehler-602.html


    einen Aufbau machen mit großem Getriebeölkühler im großen Kreislauf und dem Wasserkühler im kleinen Kreislauf. Mit einem Thermostat ist eine gleichmäßige Temperatur ins Getriebe hinein dann auf jeden fall gegeben.


    Für 90 Grad scheint es dann noch ein alternatives Thermostat zu geben, ich weiß jetzt nicht wie viel grad das originale hat:
    Das originale fängt sich wohl bei 74 Grad zu öffnen und ist bei 80 Grad voll offen.
    Das alternative ist bei 90 Grad voll offen.
    https://www.sandtler24.de/moca…r-thermostate-200129.html

  • Beitrag verloren gegangen beim upgrade, deswegen nochmal.


    In allen Anleitungen die ich bis jetzt gesehen habe steht dass der Zusatzkühler nach dem Wasserkühler kommt. Der Typ der mein Getriebe gespült hat (und das den ganzen Tag macht), hat meinen Zusatzkühler in einem Zug angeschlossen, und auch er sagte nach dem Wasserkühler.


    Mach für mich Sinn, denn im Betriebszustand - Getriebeöl heiss, und um den geht es ja - würde sonst der Zusatzkühler das Öl abkühlen, und der Wasserkühler es wieder aufwärmen. Das Getriebeöl würde sozusagen den Motor abkühlen.


    In der Startphase ist Zusatzkühler vor Wasserkühler vermutlich etwas besser, da die eingetragene Wärme aus dem Wasser nicht wieder weggekühlt wird. Aber hier ist das Delta Außentemperatur/Öltemperatur auch niedrig, d.h. viel Leistung wird nicht an die Luft abgegeben werden.


    Grüße

  • Hey,

    Beitrag verloren gegangen beim upgrade, deswegen nochmal.

    Pardon, Administration ist informiert.


    In allen Anleitungen die ich bis jetzt gesehen habe steht dass der Zusatzkühler nach dem Wasserkühler kommt.

    Da gibt Chrysler dir vollkommen recht.

    Stand 1995 gibt es "Standard Duty" und "Heavy Duty". Standard Duty ist nur die Kühlung durch den Wasserkreislauf und heavy Duty mit einem zusätzlichen Getriebeölkühler nach dem Wasserkühler, also genau wie r0b sagt.


    Ich hatte mit Getriebe Schwan telefoniert und er hatte diesbezüglich gesagt, dass er deswegen auch von einem sehr großen Luftkühler abrät, weil dann tatsächlich das Öl zu kalt wird.


    Davon abgeraten die Kühlerkonstellation umzustellen hat er aber nicht, als ich gefragt habe :/


    Wenn Zeit und Lust da ist werde ich mal Messungen erstellen, ich würde das gerne mal irgendwie anhand von Daten sehen können.

    Mein Standpunkt ist da momentan auf recht dünnem Eis :|

  • Aus meiner Sicht getrieben vom Halbwissen wird das Getriebeöl mit Kühler nach dem Wasserkühler auf Landstraßen zu kalt. Und dann noch im Winter...

    Wenn es anschließend durch den Wasserkühler geht bekommt es wenigstens noch ein bisschen Wärme dazu, viel ist das ehe nicht.

    Ich finde das so rum passender, und sehe den Vorteil auch darin, das die Getriebeöltemperatur dann etwas mehr Kostanz hat.


    Ausserdem hat der Wasserkühler dann gleich zwei Sachen zu kühlen, wenn es gerade drauf ankommt, auf dem St. Gotthard z.B.

    Motor heiß, Getriebeöl auch noch durch, Wasser sehr schön heiß. Und Getriebeöl nicht kühl genug. Mir ist das Getriebe wegen schäumendem Öl schon mehrfach auf Pässen auf AUS gegangen, meine Risikosicht liegt also hier.


    Dann spielt dabei auch eine Frage ne Rolle ob zu heiß schlimmer ist als zu kühl. Was sich aber so pauschal ins blaue überhaupt nicht beantworten lässt. Nicht ohne über bestimmte Temperaturen zu sprechen.


    Hingegen sehe ich überhaupt kein Problem darin, wenn das Wasser durch andersrum als alle sagen etwas kühler wird.


    Schwierig finde ich es mit so einem Thermostat fürś Getriebeöl. Dieses Thermostat müsste eigentlich direkt an den Schlauchasatz des Getriebes, also sehr nahe am Getriebe sein. Ansonsten, wenn das Termostat am Kühler ist, dauert es laaange bis die Hitze am Thermostat ankommt.


    Ich habe an meinem Getriebe einen Messfühler, der war schon drin. Ich hab irgendein Anzeigegerät angeschlossen das ich liegen hatte. Ich kann also keine Themperatur ablesen sondern nur vergleiche in welchen Situationen das Öl heißer ist als in anderen Situationen. Das Öl wird bei 150kmh lange lange nicht so warm wie beim Stop and Go in der City von einer roten Ampel zur nächsten, wo ich auf zwischendurch auf 50(60)kmh komme.

  • Schwierig finde ich es mit so einem Thermostat fürś Getriebeöl. Dieses Thermostat müsste eigentlich direkt an den Schlauchasatz des Getriebes, also sehr nahe am Getriebe sein. Ansonsten, wenn das Termostat am Kühler ist, dauert es laaange bis die Hitze am Thermostat ankommt.

    Aber warum? Das Thermostat wird doch vom Getriebeöl umflossen. Man hat:

    Getriebeauslass -> Wasser/Öl Wärmetauscher -> Thermostat -> Rücklauf


    Dadurch ist der Kühlkreislauf fürs Warm fahren möglichst klein. Sobald die Temperatur des Öls dann ansteigt, wird zusätzlich der Luft/Öl Wärmetauscher durch öffnen des Thermostats aktiv. Und zu kalt kann es dann ja auch nicht werden, das würde der Thermostat dann direkt regeln, so wie ich das Teil jetzt verstehe. Ob es sich dabei nah am Getriebe befindet oder nicht müsste doch egal sein, oder?


    Hier ist ein Foto von dem Dingen

  • Jou stimmt, das Thermostat sieht gut dafür aus!

    In meiner Vorstellung dachte ich an ein normales Kühlwasserthermostat mit ner Minibohrung in der Mitte. Das am Öhlkühler würde zu spät anspringen. Aber Hersteller denken ja auch mit, wie ich sehe...

    Und dann kann der Kühler auch groß sein. Und man kann sich den Umweg durch den Wasserkühler ganz sparen.

  • Und dann kann der Kühler auch groß sein. Und man kann sich den Umweg durch den Wasserkühler ganz sparen.

    Ja, aber möglicherweise bringt der Wärmetausch hier am Anfang mehr Temperatur ins Getriebe, statt heraus. So kommt es schneller auf Betriebstemperatur.

    ...aber das ist Spekulation.

  • Mir ist das Getriebe wegen schäumendem Öl schon mehrfach auf Pässen auf AUS gegangen, meine Risikosicht liegt also hier.


    Dann spielt dabei auch eine Frage ne Rolle ob zu heiß schlimmer ist als zu kühl. Was sich aber so pauschal ins blaue überhaupt nicht beantworten lässt. Nicht ohne über bestimmte Temperaturen zu sprechen.

    Zu dem ersten: Mit Zusatzkühler oder ohne?


    zum Zweiten: Ich behaupte zu heiß ist schlimmer als zu kalt, bis mir jemand das Gegenteil beweist.


    Zum Thema Öl heizt nicht auf / wird zu kalt:

    Bei geringen Temperaturunterschied zwischen Kühler und Luft passiert da im Zweifelsfall eher weniger an Wärmeaustausch. somit regelt sich das System dann schon selbst auf irgendeine halbwegs konstante Temperatur ein.