Beiträge von Wolfram

    Benzintank:
    Die Überwurfmuttern auf den hinteren Bremsleitungen sitzen fest. Die letzten Wochen habe ich immer mal wieder Rostlöser drauf gesprüht, scheint aber nichts geholfen zu haben. Die Bremsleitungen sind daher nicht mehr zu retten und kommen neu. Dazu muss der Tank raus und wenn man schonmal dabei ist, wird dieser auch vernünftig entrostet. Ich benutze dafür ein sehr hartes Schleifvlies von 3M.

    So sieht der gute dann nach einiger Fleißarbeit aus.

    Nach mehrmaliger Rücksprache mit dem Korossionsschutz-Depot wurde mir angeraten eine Schicht Owatrol aufzutragen. Danach wie gehabt mit Ovagrundol und Chassislack OH. Ich mache bei diesem Prozedere nur die Oberseite vom Tank, da die Unterseite noch die Unterbodenversieglung hat die gerne bleiben darf.

    Metallteller Trommelbremse:
    Ich weiß zwar nicht genau wie die Teile heißen, aber sie waren rostig. Schnell Sandgestrahlt und gereinigt. Ich mach nur die Außenseiten neu, die Innenseiten waren noch schön und hatten keinen Rost. Der Lackaufbau erfolgt hier wie bei den Achsschenkeln mit Ovagrundol und Chassislack OH.

    Halterungen Bremsleitung:
    Die Halterungen der Bremsleitung Karosserieseitig habe ich bei der Gelegenheit direkt mitgestrahlt. Die werden mit 3in1 aus der Dose angesprüht, das muss reichen.

    Federteller MAD:
    die Federteller von MAD bekommen dann auch nochmal etwas 3in1 aus der Dose aufgetragen. Die Dinger sind verzinkt, daher hält das Zeug ziemlich schlecht. Es ist ein Versuch.

    Achsschenkel:
    Die zweite Schicht Ovagrundol.

    Hinterachse:
    Die zweite Schicht 3in1 macht sich ziemlich gut. Die Achse sieht aus wie neu.

    Hinterachse:

    Die Hinterachse ist zurück vom Oberflächenzauberer. Ein Traum in Zink.

    Die Schweißkünste der Amerikaner

    Die Achse wird mit drei Schichten Brantho Korrux 3in1 beschichtet. Da wo es möglich ist wird gerollt, der Rest mit dem Pinsel getupft. Die Zinkbeschichtung ist extrem durstig, die erste Schicht ist sehr schnell getrocknet.

    Achsschenkel:
    Die Achsschenkel wurden Sandgestrahlt, aber nicht verzinkt. Hier verwende ich in zwei Schichten als Grundierung KSD Ovagrundol Primer und da drauf zwei Schichten KSD Chassislack OH. Zwischen den Schichten mindestens 12 Stunden trocknen. Wichtig ist die Aussparung für den ABS Sensor nicht mit zu viel Lack zu füllen, sonst wird das da drin zu eng.

    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne einige Worte zum Wiki verlieren.

    Vor einiger Zeit habe ich angefangen für mich selbst Dinge zu dokumentieren. Ich hatte, insbesondere im Bereich der Tuningteile, sehr viel Zeit damit verbracht Informationen zusammenzukratzen. Irgendwann habe ich also angefangen diese Sachen in einem Wiki zu dokumentieren um da Struktur rein zu bekommen, es war bis dahin viel zu viel geworden um sich alles zu merken. Dann saß ich plötzlich alleine auf einem Haufen von Information zu dem nur ich selbst Zugang hatte. Das nützt niemandem, außer mir selbst. Das wollte ich ändern, deswegen wurde dieses Forum und das Wiki eröffnet.

    Ein Forum ist dafür geeignet um Problemen auf den Grund zu gehen, sich auszutauschen, zu diskutieren, Dinge anzubieten, Treffen zu planen.

    Ein Forum ist nicht dazu geeignet um Wissen zu sammeln. Ein Forum ist nicht dazu geeignet um Werkstatthandbücher oder ähnliches hochzuladen.

    Teilenummern, Bilder oder Dokumente gehen in langen Threads zwischen unwichtigen Informationen verloren und sind nur mit verhältnismäßig viel Arbeit zu finden.
    Das Wiki soll derartige Informationen sammeln und strukturiert zur Verfügung stellen.


    Was ist das Wiki?
    Das Wiki läuft als eigene Software auf dem Server. Die Software heißt Dokuwiki und ist OpenSource. Das Wiki ist zu 99% technisch vom Forum getrennt, lediglich der Login erfolgt über die Datenbank der Forensoftware.

    Warum ist das Wiki nicht öffentlich?
    Diese Frage hat uns sehr lange beschäftigt. Im Grunde spricht eine Beschränkung des Zugangs gegen den Grundgedanken des Wikis. Das Wiki ist jedoch sehr viel Arbeit, das verfassen der Artikel dauert seine Zeit. Eine notwendige Anmeldung im Forum ist daher für uns die Wertschätzung gegenüber der Arbeit.

    Wie kann ich das Wiki benutzen?
    Ihr müsst im Forum eingeloggt sein, dann kommt ihr über den Wiki-Link unter dem News-Bereich auf das Wiki.
    Dann müsst ihr euch da nochmal mit euren Zugangsdaten für das Forum in das Wiki einloggen.

    Ich möchte gerne beim Wiki mitmachen, wie geht das?
    Dazu sprecht ihr einen von den Admins an. Dann kommt ihr in die Gruppe der Wiki-Autoren und könnt Content erstellen.
    Aber Achtung: Die Software des Wikis ist nicht intuitiv und kann sehr verwirrend sein. Eine Einarbeitung in das System von Dokuwiki ist notwendig.

    Was ist noch für das Wiki geplant?
    Reparaturanleitungen, historische Dokumentation, Dokumentation besonderer Fahrzeuge


    Liebe Grüße
    :)

    Querlenker:
    Im Querlenker kommen die Gummilager und das Kugelgelenk neu.
    Die Kugelgelenke sind von Mevotech und die Gummilager von Moog.

    Zu den Gummilagern sei gesagt der Ausbau ist ein absoluter Akt der Selbstverstümmelung. Schweiß und Tränen sind geflossen. Scheiben-Ausbau-Werkzeug hat dabei zum Erfolg geführt. Erst mit der Bohrmaschine durch das Gummi vorbohren und dann mit der Durchstechahle den Schneidedraht durchdrücken. Dann mit den Beiden Griffen das Gummi aussägen. Die Erkenntnis war, dass die Gummilager noch absolut in Ordnung waren, obwohl sie 310000 KM gelaufen haben, ein Austausch war absolut unnötig. Allerdings sind die neuen Lager blau, und blau ist schön.

    Auf zu einer nahegelegenen Werkstatt die eine Presse hat die wundervoll geeignet ist um Lager ein und auszupressen.

    So sehen die fertigen Querlenker aus, ich weiß nicht ob es dabei bleibt, oder ob die Gummis innen noch durch Polyurethanlager von Polybushings.com ersetzt werden.


    Vorderachse:

    Der Weihnachtsmann hat ein großes Paket gebracht, er hatte im Sommerloch nichts zu tun und wollte dem Projekt was gutes.

    Domlager und Dämpfer sind alle von Monroe. Die Gummiteller oben und unten sind von Gabriel. Alles Made in America. Kostenpunkt für alles im Bild knapp 200€.

    Der Lackieranlage scheint bei der Herstellung der Dämpfer der Lack ausgegangen zu sein. Eine Schicht 3in1 aus der Dose hat gute Dienste geleistet.

    Für die neuen Federbeine nehme ich Federn aus einem Schlachter der erst zarte 80000km gelaufen hat. Als Federspanne benutze ich das billigste vom billigsten. Ich war überrascht, dass es damit funktioniert hat. Man sollte dazu die Federn aus einem montierten Federbein spannen, wenn die Federn draußen sind werden die nochmal ein ganzes Stück länger und die Montage mit so billigen Spannern wird abenteuerlich. Die Schraube des Domlagers lässt sich mit einem Schlagschrauber dann gut lösen.

    Fertig und schön neu

    Die Hinterachse ist jetzt auch raus und liegt schon beim Sandstrahler zum Strahlen und Verzinken. Die Achsschenkel vorne werden dabei direkt mit gestrahlt. Die Federteller sind dafür natürlich noch entfernt worden.

    Bald gehts weiter..

    Zusatzfedern Hinterachse:
    Die Hinterachse soll demnächst komplett zerlegt, gesandstrahlt, verzinkt, lackiert, hohlraumversiegelt werden. Danach werden die Lager, Bremse etc. pp. alle neu gemacht.
    Die ich sowieso die Zusatzfedern verbauen wollte, bietet sich das jetzt an. Dafür müssen Löcher in die Achse gebohrt werden und das sollte man natürlich vor dem Verzinken machen.

    Ich hatte mir bereits vor einiger Zeit ein Kit von MAD mit Gutachten für den ES besorgt. Zeit das aus dem Regal zu kramen. Die Artikelnummer ist 40-HV-503060 und wird von MAD Vertrieb Bense in Kaarst verkauft. Momentan kostet das Kit 266€.

    Detaillierte Infos zu dem Set finden sich im Wiki: MAD - Zusatzfedern (einloggen nicht vergessen, sonst könnt ihr nicht auf das Wiki zugreifen)

    Durch die Eintragung kann man die Hinterachse um sage und schreibe 20 Kilogramm auflasten. Von 1360KG auf 1380KG.
    Ich erhoffe mir dadurch Lebensdauerverlängernde Effekte für meine liebevoll aufgebauten Blattfedern.
    Der Originale Anschlagpuffer kommt raus und wird durch das Kit ersetzt. Die Gummipömpel in dem Kit übernehmen dann auch die Funktion des Anschlagpuffers.


    Das ist in dem Set enthalten, die Teller habe ich mit Brantho Korrux 3in1 angemalt, ob das notwendig ist sei dahin gestellt.

    Da wo die Anschlagpuffer aufsetzen werden 9mm Löcher gebohrt um den unteren Teller zu montieren.

    So sieht das vorher aus...

    ...und so sieht das nachher aus.

    Der obere Teller wird einmal mit der originalen Pufferschraube montiert und mit einer mitgelieferten weiteren Schraube. In dem Hinteren Gewinde ist sonst nichts verschraubt, deswegen ist das sehr dreckig gewesen. Mit Öl, Bremensreiniger und einem Gewindeschneider habe ich das Gewinde gereinigt.

    So sieht das dann aus wenn der Karren auf dem Boden steht.

    Im Kofferraum liegt nur Gerümpel, die schweren Sitze sind nicht momentan nicht drin, der Gastank ist jedoch montiert.
    Von Mitte der Radnabe bis zum Kotflügel sind es ziemlich genau 47,5cm. Ich habe leider vergessen vorher zu messen, deswegen kann ich keinen direkten Vergleich anführen. Wenn ich die Achse raus habe fürs Strahlen hole ich das aber in jedem Fall nach.
    Der Vergleich mit einem Voyager von einem Forenmitglied (ich bin da zufällig mit dem Zollstock dran vorbei gelaufen) maß da von Mitte der Radnabe bis zum Kotflügel 42,5cm. Montiert waren da alle Sitze und ein 110L Zylindertank Gas. Ist leider unwissenschaftlich verglichen, aber nun gut.

    Das Kit von MAD macht insgesamt einen sehr guten Eindruck. Gespannt bin ich darauf wie korrosionsfest die Teller sind und wie das Gummi altert. Grade durch den Gastank hinter der Hinterachse ist auf der Hinterachse ja mehr Gewicht. Ich denke die Blattfedern werden es mir danken.

    Ich glaube auch dass die Federn deutlich mehr als die 20 Kilogramm mehr auf der Hinterachse abkönnen. Das Set stammt wohl noch aus Zeiten, bei denen man durch ein kleine Auflastung das Fahrzeug als LKW zulassen konnte.

    Auspuff und Lackierung:
    Wie gesagt wurde der Auspuff mit KSD Auspufflack Alu eingepinselt. Das Etikett empfiehlt ein Einbrennen bei 400 Grad, jedoch ist mir schleierhaft wie sich das in der Praxis ohne weiteres erreichen lässt. Man darf gespannt sein wie sich das mit dem Lack verhält.
    Das Zeug ist übrigens sehr ergiebig, für die komplette Anlage wurden nur sehr wenig Lack verbraucht, die Dose ist quasi noch voll.

    Die Halter am Mittelschalldämpfer habe ich aus Altmetall gebogen und die Muttern dran geschweißt sowie sandgestrahlt. Anschließend wurde alles lackiert. Sämtliche Schweißnähte wurden noch einmal mit dem Bürstenaufsatz gereinigt, damit der Lack ordentlich hält.

    Auspuff Einbau:
    Der Einbau war dank des geteilten Rohres nach hinten raus total einfach und ohne Hebebühne zu bewältigen.
    Dabei muss man darauf achten, dass die hinteren beiden Rohre sich nicht zueinander verdrehen und so verspannen würden. Das kann durchaus etwas fummelig sein.
    Die Auspuffschellen sind die von der VAG, die hatte der Teilehändler grade liegen. Hier ist wichtig den Durchmesser des Rohres sehr genau zu messen, die Schellen haben festgelegte Durchmesser in 2mm Abstufungen.

    Hauptbremszylinder und ABS-Block (Bendix-4):
    Wie schon erwähnt war der Hauptbremszylinder nicht mehr 100% dicht. Bei normalem Bremsen fiel das nicht auf, wenn das ABS gearbeitet hat ist durch den extremen Druck Bremsflüssigkeit in Richtung des Bremskraftverstärkers ausgetreten und lief vorne am Bremskraftverstärker runter. Etwas Rost und zerstörter Lack deuteten darauf hin, dass dieser Fehler schon länger bestand.

    Da das komplette Bremssystem sowieso leer war und die ABS Einheit ebenfalls getauscht wurde, bin ich von DOT 3 auf DOT 5.1 umgestiegen. Das ist natürlich nur möglich wenn das gesamte Bremssystem zu 100% leer ist, sonst würde sich das Zeug vermischen. Ich habe mich für Bremsflüssigkeit von Brembo entschieden.

    Das Teil also ausgebaut. Das Reservoir baut man am besten im eingebautem Zustand aus. Dazu den Behälter entleeren und seitlich rauskippen. Dabei geht nichts kaputt, man muss dennoch Kraft aufwenden. Danach kann man den Hauptbremszylinder ausbauen.

    Oben die alten Teile, unten die neuen. Das Reparaturkit ist Wagner F112246 MK112246 und kostet 15$ bei Rockauto. Eingebaut und fertig. Danach war auch alles schön dicht.

    Bendix-4 ABS-System:
    Zur ABS-Einheit habe ich leider keine Bilder, vielleicht gibt es zur Entlüftung mal eine gesonderte Anleitung. Ein paar Worte möchte ich dennoch dazu verlieren.

    Die Einheit befindet sich unter der Batterie und es ist ein ziemlicher Akt alles wieder zu zerlegen, wenn alles schon beisammen war. Batterie, Batterieschale und der Metallträger müssen dazu raus. Letzterer ist schwierig auszubauen, da man praktisch nicht an die Schrauben herankommt.
    Der ABS-Block selbst hat 6 Schrauben zur Entlüftung, diese müssen in richtiger Reihenfolge mit richtiger Methodik nacheinander entlüftet werden.

    Jetzt kommt der Knackpunkt: Ohne ein Diagnosegerät zum Ansteuern des ABS ist das Entlüften unmöglich.
    Unerlässlich ist daher ein Mopar DRB II / DRB III oder ähnliche Diagnosegeräte um die Ventile anzusteuern.
    Es ist nicht möglich das über ein manuell geschaltetes Relais im Relaiskasten zu machen, da es zum einen garkein Relais gibt (die Ventile werden direkt vom Steuergerät geregelt), zum anderen takten die Ventile hin und her, das bekommt man mit der Hand nicht hin.
    Eine Entlüftung via Überdruck ist ebenfalls nicht möglich, da der Druck nicht ausreicht, einer muss also die Bremse treten.
    Das bezieht sich auch nur auf das Bendix-4 ABS-System in den nach-Facelift-Modellen 1993-1995.
    Die Bendix-10 von 1991-1993 ist ähnlich schlimm, neben den üblichen bekannten Problemen.

    Da ich mit diversen Diagnosegeräten gesegnet bin, stellte dies kein Problem dar. Ich verwende dafür ein Snap-On MT2500.
    Die Batterie muss mit einem Überbrückungskabel angeschlossen werden, da der Batteriehalter ja auf der Werkbank liegt und ohne Strom das Steuergerät nicht funktioniert.
    Eine Person bedient das Diagnosegerät und die Bremse, die andere Person klappert die Schrauben ab und entlüftet das System.

    Nach der Entlüftung von ABS-System und Bremse war das Gefühl im Pedal deutlich besser und knackiger.


    Dichtung Ansaugung:
    Dass man alte Dichtungen nicht wiederverwenden soll, wurde beim Zusammenbau des Motors gepflegt ignoriert, die Quittung kam alsbald. Kühlwasser trat zwischen den Köpfen aus, der Übeltäter war schnell gefunden, die alte Dichtung hatte kapituliert. Im Bild gut zu sehen die Tropfen vom Kukident Gebissreiniger, das Wasser steht da also schon etwas länger.
    Eine neue Dichtung war bei der letzen Großbestellung von Rockauto ohnehin dabei, also wurde die mal fix eingebaut. Das Kit ist Fel-Pro MS96042 und kostet 9$ oder so.

    Während die Ansaugbrücke ohnehin ausgebaut war, hab ich noch ein komplett neues AGR-System eingebaut, das alte ist irgendwie verschwunden, habe ich vermutlich bei einem anderen Auto mal getauscht. Verwendet habe ich da das Teil Delphi EG10391. Kostenpunkt um die 35$.


    Kühlwasser:
    Seit der Spülung mit Gebissreiniger und Zitronensäure habe ich das System bestimmt 3-4 mal komplett abgelassen und mit destilliertem Wasser neu aufgefüllt, damit alle Reste von dem aggressiven Zeug raus kommen.
    Ein letztes mal wurde das System dann durchgespült um endlich mit richtigem Kühlerfrostschutz aufgefüllt zu werden. Mittlerweile war die Flüssigkeit sogar klar und durchsichtig.

    Ich habe mich bei der Wahl des Frostschutzes für Glysantin G48 von BASF entschieden. Das ist auf deren Seite für entsprechende Baujahre bei Chrysler aufgeführt und sollte daher passen. Das Service Manual von Chrysler empfiehlt ein Mischungsverhältnis von 1:1. Das Kühlsystem fast laut Manual 9.5 Liter. Ich habe hier vorerst nur 3 Liter verwendet, da ich den Wärmetauscher im Innenraum noch nicht angeschlossen habe und das Kühlsystem daher wieder öffnen muss. Außerdem ist das Zeug wirklich teuer.

    Im Container hab ich das ganze mit destilliertem Wasser vorgemischt und dann den Kreislauf aufgefüllt, nach und nach wird der sich jetzt entlüften.

    Das ist mir leider nicht bekannt und ich konnte es auch im Service Manual nicht nachschlagen. Die Jungs von Mike & Franks sollten es wissen. Ansonsten mal bei Rockauto die Sonde Rausuchen (wichtig: Nicht bei Chrysler gucken, sondern bei Plymouth, das sind andere Anschlüsse). Dann das technische Datenblatt einer der Sonden durchforsten.

    Ich hab grade nicht auf dem schirm mit wie viel V die Sonde versorgt wird. Einen steuergerätedefekt würde ich ausschließen.
    Schau dir die Kabel genau an vom STG bis zur Sonde.
    Die Sonde würde ich auf Verdacht tauschen.
    Eventuell ist auch was mit der Verkabelung der Gasanlage? Die lamdasonde ist da ja dran angeschlossen.

    Neue Abgasanlage:
    Der Alte Auspuff hatte sich leider in Wohlgefallen aufgelöst, also muss Ersatz her. Kurzerhand die günstigste Anlage ab Kat bei eBay bestellt. Der Hersteller der Anlage ist Polmostrow und besteht eigentlich aus zwei Teilen, Schalldämpfer und das Rohr nach hinten raus samt Mittelschalldämpfer.

    Der eBay Verkäufer hat das Rohr kurzerhand zerschnitten und einen Verbinder mitgeliefert. Zum einen vereinfacht das den Versand, zum anderen macht das die Montage auch deutlich einfacher.

    45.03 4427757 ist die Hersteller-Nummer vom Schalldämpfer und 45.04 1743054050 die vom Rohr.

    56€ mit Versand kostet das gute Stück. Die Qualität ist für das Geld zufriedenstellend, der Langzeittest wird zeigen was Sache ist. Zur Sicherheit wird das ganze Teil noch mit KSD Auspufflack Alu lackiert.



    Neuteile von Raybestos:


    Fertiger Sattel:


    Verbauter Sattel:
    Hier noch mit alten Belägen. Damit scheuer ich erst die rostigen Scheiben runter, dann gibts neue Beläge.


    Fertig montiert:
    So viel sieht man nicht, aber das reicht mir.


    Schwierigkeiten..:
    Mit dem Hauptbremszylinder, er war undicht. Also zerlegt und gereinigt. Leider immernoch undicht. Ein Reparatursatz muss her.

    Puh also das ist natürlich schon ein richtiges Brett was die Problematik angeht.
    Nur der Vollständigkeit halber:
    - Luft und Benzinzufuhr funktioniert einwandfrei?
    - Kabel sind alle definitiv in Ordnung? Erdung, Stecker etc. pp. auch Lambda-Anschlus der Gas-Anlage? Nicht dass da ein Messfehler auftritt.
    - Sensoren sind geprüft? Sofern möglich...

    Als einzige Problematik könnte ich die Prins-Emulatorbox vermuten, das macht zwar eigentlich keinen Sinn, aber ich wüsste sonst nix.

    Ganz klar Lamdasonde tauschen, die kost 20€ auf Rockauto. Alleine dass man es mal gemacht hat. Eventuell noch MAP-Sensor, Temperatursensor.

    Ich kann mir selbst aber auch wirklich nicht erklären was da los ist. :huh: ?( :(

    Ok stimmt, das ist natürlich ziemlich seltsam mit dem Sensor.

    Welche Software verwendest du denn zum auslesen und einstellen?

    Soweit ich weiß speichert die VSI 1 keine Fehler dauerhaft, nur solange sie angeschaltet ist. Du müsstest also immer den Laptop angesteckt haben und überwachen. die VSI 2.0 speichert wohl auch Fehlercodes dass man die später auslesen kann.

    Ein Steuergerätedefekt ist natürlich schnell vermutet, den Fehler würde ich erstmal an anderer Stelle suchen.

    Weiter zusammenbauen:
    In den Bereichen, in denen Teile an dem schönen neuen Lack scheuern könnten, werden Gummizuschnitte dazwischen geklebt und mit etwas Kranfett eingeschmiert.

    Hier das aktuellste Getriebesteuergerät für den ES, Teilenummer 4686606. Gut zu erkennen am schwarzen Kunststoffdeckel. Muss zwingend via einem Diagnosegerät resettet werden, bevor es mit dem neuen Getriebe arbeiten darf, sonst gibts Krach.

    Motorarbeiten:
    Der Motor wurde aus dem Lager gekrant und bei angenehmen -2°C einbaufertig gemacht.
    Neuteile unter anderem:
    - Zündkerzen
    - Zündkabel
    - Dichtungen
    - Wasserpumpe
    - Leerlaufrolle
    - Spannrolle samt Spannarm
    - Keilrippenriemen
    - Alle 3 Motorlager
    - Lamdasonde

    Motor reinfallen lassen:
    Dank der Hebebühne schnell gemacht.


    Links die alten Injektoren, rechts die neuen. Die rechten werden ab 95 verbaut und sind auch für den GS passend. Leider gab es Ärger mit dem Fuel-Rail. Beide die ich hatte waren an den drehbaren Stellen undicht. Hoggel-cdn konnte Gott sei dank aushelfen.

    EDIT 4.11.2019: Die Injektoren sind nicht die gleichen. Die orangenen haben 12.2 Ohm, die blauen 14,9 Ohm. Daher kann man diese nicht mit dem Steuergerät verwenden was ich habe. Die Injektoren wurden Ende Oktober 2019 zurück getauscht.

    Achse gereinigt und Lenkgetriebe frisch gemacht. Die Schrauben wurden gereinigt und geölt und dann mit Mike-Sanders Fettband gegen Dreck geschützt.

    Motorlager neu machen:
    Kurz und knackig:
    - Lagernasen umbiegen, altes Gummilager rausdrücken (geht überraschend einfach)
    - Sandstrahlen lassen
    - Brantho 3in1 aus der Sprühdose benutzt als Lack
    - neues Lager reingedrückt

    Kühlkreislauf reinigen:
    Da der alte Kühler wurde wieder verwendet, das Wasser war ziemlich dreckig. Also erfolgte zuerst eine Spülung mit Kukident Gebissreiniger (Links im Bild das Abwasser) und anschließend mit Zitronensäure (Rechts im Bild das Abwasser). Danach noch zwei Spülungen mit destilliertem Wasser. Danach war die Plörre einigermaßen durchsichtig.

    Das erste mal auf eigenen Füßen:
    Hier noch ohne Bremssystem.

    Bremsen neu machen:
    Die alten Bremsen haben in den Alpen angenehm rot geglüht, Grund genug mal alles neu zu machen.
    Mit Luftdruck und einer Ausblaspistole lässt sich der Kolben sehr komfortabel rausdrücken.

    Bald gehts weiter mit den Bremsen...