[Projekt] Wolframs Voyager

  • Abschaltbar ist es nicht, weil man vom Funkgerät aussendet und andere das empfangen. Eine Infrastruktur zur Übertragung braucht man da nicht, deswegen kann man das auch nicht abschalten.

    Wäre nicht so eine mega-lange Antenne, die nach vorn runter gespannt wird noch stilechter gewesen

    Ja schon, wenn sich das Dach nicht so verbiegen würde :P

    Ich heiße nicht Wolfram, das ist nur mein Nickname.


    "Bestandener TÜV beim ersten Versuch bringt Unglück"

  • So weiter gehts.


    Das Problem ist also, dass die verstärkungsplatte irgendwie an das Dach angebracht werden muss.
    Schweißen kommt hier nicht in frage, deswegen wird die Platte mit Karosseriekleber das das Dach geklebt.
    Das Problem hierbei ist, dass keine gute Masseverbindung von der Verklebten Platte auf das Dach gewährleistet werden kann. Schlimmstenfalls ist die Stehwelle schlecht und das Funkgerät quittiert seinen Dienst.


    Deswegen wird eine mutter auf die Platte aufgeschweißt, um dann mit einem dicken Kabel einen Massepunkt wählen zu können. Das ganze muss natürlich ausreichend stabil sein, damit sich die Verbindung auf keinen Fall löst.


    Die Überlegung was das Kabel direkt an den Halter zu löten, aber ich glaube das hätte nicht funktioniert.


    Zunächst wird das teil schön gesandstrahlt.


    Dann eine Mutter aufgeschweißt. Ich habe unter die Halterungschraube noch kleine bleche gelegt, dass man hinterher problemlos eine Schraube in die Mutter eindrehen kann.


    Das wird wohl reichen.


    Und schön lackiert, natürlich mit Brantho 3in1. Das Korrosionsschutz Depot hat hier eher den Robust-Lack empfohlen, aber ich hatte keine lust extra nur für dieses eine Teil diesen Lack zu kaufen. Das Brantho wird jetzt eine Woche durchtrocknen und dann mit der Karosserie verklebt. Das ist laut KSD auch in Ordnung.

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  • Nach ein paar Tagen Trocknungszeit wird das Teil noch einmal glatt geschliffen. Gut zu erkennen ist die Erhöhung des Materials im Bereich der Schweißstelle.


    Danach wird das Teil noch einmal Lackiert

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  • Soo bevor es mit dem Innenraum weitergeht, ein kurzes Bremsen-Intermezzo.
    Die Trommelbremse war von der Bremsleistung beim TÜV irgendwie sehr bescheiden, schleift sich ein, wird alles besser dachte man sich.
    Der Bremsendes hat leider das Gegenteil bewiesen.


    Nichtmals über 200 kN kamen die Dinger. Der Grund war dann in einer alten Rockauto Bestellung zu finden: falsche Radbremszylinder an der Hinterachse. Zu Zeiten vor Service-Blättern ( :thumbup: ) ist mir leider der Falsche Zylinder in die Bestellung gerutscht, weil ich die Teilenummern nicht kannte.


    Also Bremse auseinander und Zylinder tauschen.


    Hier die verschiedenen Durchmesser deutlich zu erkennen


    Schöne neue Radbremszylinder von Delphi, in Deutschland bestellt für rund 8€ das Stück.


    Und alles wieder zusammen bauen


    Immerhin hat das ganze durchaus etwas gebracht, er kratzte an den 300 kN, das hab ich auf dem Foto nicht ganz eingefangen, ich hab zu früh geknipst.

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  • Hier nur mal noch ganz zaghaft angeteasert, ein zusammen mit Fischer Hydraulik entwickelter Stahlflex-Bremsleitungssatz.
    Dazu bald an anderer Stelle mehr, aber so viel sei gesagt: Bremsleistung und Feeling sind besser - mit ABE, also völlig legal :thumbup:


    Weiter geht es jetzt mit der Antennengeschichte.
    Mein gefertigtes Stück Metall ist in den letzten Wochen kräftig durchgetrocknet und es ging mal an die Verklebung.
    Zunächst noch am Dach Kampfspuren der alten Autotelefon-Antenne noch verschönert.


    Verklebt wird das Blechteil mit KSD Korroflex in Grau vom Korrosionsschutz-Depot. Extrem wichtig ist hierbei, dass der Innere Ring niemals undicht wird, da sich sonst Wasser zwischen Dach und meinem Teil sammeln kann.


    Das Problem am Dach war der durch das Loch entstandene Knackfrosch, entweder hatte das Dach an der Stelle eine Beule nach oben oder nach unten. Durch diese Konstruktion habe ich versucht das ganze etwas grade zu ziehen und zu verkleben.
    Trocknen lassen habe ich diese Konstruktion 48 Stunden lang in denen das Fahrzeug nicht angefasst wurde.


    ...das Ergebnis ist der absolute Knaller. Der Knackfrosch ist komplett raus und das Dach ist wieder schön grade. Der so sieht jetzt der Antennenfuß von außen jetzt aus, wenn der Deckel drauf geschraubt ist. Das Dach hat an der Stelle sehr stark an Stabilität gewonnen, ich bin begeistert.


    Von unten sieht der Geschichte jetzt so aus. Ich denke ich werde meine Stützkonstruktion nochmal ansetzen und zwei oder drei zusätzliche Versteifungen durch Verklebung an die Querstrebe anbringen. So sollte dann auch die knapp 3 Meter große Antenne genug Stabilität haben um stabil zu stehen, dafür muss das auto dann allerdings wieder ein paar Tage rumstehen.

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  • Wow, das ist wirklich schick geworden!


    Soviel wirst du den Voyager im Moment ja bestimmt nicht bewegen oder :)
    Und das Ergebniss wird dich um so mehr belohnen :D



    Und das mit den Stahlflexleitungen ist ja cool!
    Ich hab Fischerhydraulikleitungen an meinem Motorrad und bin da auch schwer begeistert von dem Unterschied und der Verarbeitungsqualität!

  • Soviel wirst du den Voyager im Moment ja bestimmt nicht bewegen oder

    Oh man würde sich wundern :D gestern alleine wieder 1200km
    Das auto mal 2 tage stehen lassen ist leider echt eine plage.


    Ja das Stahlflexzeugs ist wirklich der Wahnsinn, das Feeling der Bremse ist deutlich besser geworden und macht richtig bock.

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  • Kleines Mini Update


    Da nicht klar war, ob durch die Verklebung die Masse auf die Karossiere gewährleistet ist, wurde noch zusätzlich ein Dickes Kabel von der Konstruktion auf Masse gelegt. Erdung und Antenne werden später an dem originalen Kabelbaum befestigt.


    Als kleines Special habe ich dann noch eine Team Tank-Whip Antenne besorgt. Die ist mit 2,75m Länge nicht unbedingt für die Fahrt geeignet, aber sorgt für guten Empfang. Eher etwas für den Stationärbetrieb.

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  • Es passiert wieder was!


    Nach der mehr oder weniger gescheiterten Aktion letzen Jahres mit Gastankhalter v1.0 folgt jetzt v2.0.


    Das alte Design war zu schwer und ziemlich Brutal.
    In der neuen Version wird jetzt ein 60x40mm Vierkantrohr mit 2mm Wandstärke als Grundlage verwendet.
    Das alte war quadratisch und zwischen 50 und 60 mm mit 4 mm Wandstärke.


    Der Halter is notwenig, weil der alte Tank 620x270 war und der neue 720x270. Der Durchmesser ist also um 10cm gewachsen.
    Der alte Tank war mit den beiden ollen GZWM Tankbändern befestigt. Da allerdings die Streben unter dem Auto nicht gleich dick sind auf denen der Tank auflag, war dieser nach vorne gekippt. Dadurch verlor man etwas Bodenfreiheit und Tankvolumen, da der interne Überlauf der Multiventils etwas zu niedrig lag.
    Die Befestigung dient also zum einen der geraden Befestigung unter dem Boden und zur Verschiebung des Tanks soweit nach links wie möglich. Neue Löcher in der Karosserie kommen dafür natürlich überhaupt nicht in Frage ;)


    Ein noch größerer Tank mit 720x300 stand zur Debatte, wurde aber wegen finanziellen Gründen und der Bodenfreiheit nicht umgesetzt. Der jetzige Tank hat 230€ gekostet mit 92L Brutto (73,6L Netto), der größere hätte 330€ gekostet mit 103L Brutto (82,4L Netto). Diese 8,8L realer Unterschied wären zwar noch schön gewesen, aber was solls.


    Zunächst wurden wieder die Ausschnitte für die Stege unterm Auto gefertigt.


    So sieht das Teil dann nach einen Tag Arbeit mit zwei Mann aus.
    Die Biegung der Materials kommt von der Eigenspannung des Materials an den Ausschnitten. Vom Flexen und Schweißen kommt das nicht. Etwas hochwertigeres Material würde das vielleicht nicht machen, aber das ist nicht so schlimm, weil der Tank und der Unterboden das ganze so dahin ziehen können wo sie es gerne hätten.


    Probehängen unter dem Auto sieht schonmal recht gut aus. Durch die 40mm Dicke des Materials wurde hier auch nochmal die Bodenfreiheit erhöht. An den Stegen ist kaum noch Platz verschwendet.


    Die Konstruktion wird zunächst auf den Tank geschraubt, dann erst unter das Fahrzeug.
    Zusätzlich wurde der Tank noch etwas gedreht, damit das Multiventil genug Platz hat, das wird man später aber noch besser sehen.


    Probehängen unterm Auto. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Der Tank hängt deutlich grader als der alte. Nach links sind nur Anhängerkupplung noch ca 2-3mm Platz damit der Tank möglichst weit weg vom Auspuff sitzen kann.


    Das anpassen des Materials und das ständige Probeliegen haben das ganze sehr zeitraubend gemacht. Bis zur ersten Lackschicht waren es zu zweit zwei volle Tage Arbeit.


    Jetzt hängt der Halter in der Werkstatt und trocknet :)

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  • Also die runden Tanks die etwas aussehen wie ein Donut (Toroidal-Tanks) gibt es mit einem 30 Grad Ventil und einem 0 Grad Ventil. Das 30 Grad Ventil kommt in die "Mitte" vom Donut und wird bei Tanks für die Ersatzradmulde verwendet. Die 0 Grad Ventile kommen bei Unterflurtanks zum Einsatz und sind seitlich am Tank. Wie der Name schon sagt kommen diese Tanks unter das Auto. Ob Tanks für die Ersatzradmulde keine Zulassung für unters Auto haben weiß ich nicht. Es macht allerdings keinen Sinn einen Unterflurtank in das Auto innen einzubauen oder einen Muldentank unter das Auto.
    Zylindertanks gibts dann auch noch, die hat man oft bei Pickups auf der Ladefläche. Möglich dass die unter das Auto dürfen, hab ich so aber noch nicht gesehen.

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  • Soooo,


    der Halter wurde in feinstem Brantho 3in1 lackiert und hat eine Woche zum trocknen bekommen.


    Das alte Multiventil wird, obwohl es noch passen würde, beim neuen Tank nicht weiterverwendet. Ein neues kommt an seine Stelle.
    Das Ventil ist ein Tomasetto AT-02. Wie man sehen kann mittlerweile mit Plastikröhrchen statt Metall.


    So sieht der Filter nach knapp 100k Gas-Kilometern aus.


    Das Montagematerial ist auch neu.


    Der Träger wird von Innen mit FluidFilm AS-R und einer Hohlraumsonde versiegelt.


    Auf die Enden der Rohre kommen 40x60mm Abdeckkappen, damit da kein Schmutz raus kommt.


    Leider gabs beim zusammenbauen ein Malheur. Da ich für die anderen Verschraubungen alle Schrauben in der Güte 10.9 gekauft hatte, war der Drehmomentschlüssel auf deren Drehmoment eingestellt. Die neuen Schlossmuttern des Tanks sind allerdings nur 8.8. dadurch hat sich das Gewinde von der Schraube verabschiedet und die Schraube musste herausoperiert werden.


    Mit den originalen Schlossmuttern und Sicherungsmuttern wird der Tank dann endgültig am Halter befestigt. Der Tank hat oben drauf FluidFilm Liquid A. Eigentlich wollte ich da mein MikeSanders Fett drauf schmieren, aber ich hab den Eimer nicht gefunden.


    Der Tank wird dann mit einem Wagenheber unter das Fahrzeug gehalten und von oben mit 10.9er Schrauben verschraubt. Um das ganze zu vereinfachen habe ich die Karosseriescheiben mit Loctite an die Mutter fixiert. Von unten muss dann die Mutter mit Unterlegscheibe an die richtige Stelle dirigiert werden.


    So, fertig!


    Mit reichlich Platz zur Anhängerkupplung und Auspuff.


    Als erste Betankung lohnt sich dann auch ein Umweg ins günstigere europäische Ausland. Mit 72Litern Füllvolumen kann man doch ganz gut leben.


    Soo, bald gehts dann mal zum TÜV zum den neuen Tank abnehmen zu lassen.

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  • Sieht echt gut aus!
    Wie weit kommst du "kombiniert" mit den 72 Litern?


    OT: Wir hatten von März bis September nochmal einen echte Schnäppchentankstelle und das mitten im Stadtgebiet: 0,339€ der Liter Autogas, das hat die Amortisationszeit am Alltagsfahrzeug gleich mal halbiert :D

  • Sieht echt gut aus!

    Dankesehr, sind auch alle ganz stolz :D


    Ich habs jetzt noch nicht ausprobiert, der Tank ist noch auf seiner ersten Füllung.
    Im Stadtverkehr verbrauche ich (jetzt nicht erschrecken; ich fahrgrundsätzlich auf Druck) ca 17 Liter Gas
    Auf der Autobahn bei 110-120kmh sind es so 11-12L Autogas.
    Das macht nach Adam Riese 420-600km effektiver Reichweite.


    Schön ist, dass sich der Aktionsradius um die Tankstelle natürlich vergrößert. Ich tanke fast immer da und dann kann man sich das Zwischentanken an den "teuren" Tankstellen sparen.


    Find ich aber krass dass es das woanders auch noch so günstig gibt! Die andere günstige Tankstelle die ich in DE kenne steht in Münster an der B51 hinter Autoteile Wittich. Ich weiß nicht was die grade kostet, aber die ist eigentlich immer die günstigste im Umkreis gewesen, und hat immer offen.


    Das günstigste an meiner Tankstelle hab ich gesehen als die Corona-Geschichte grade richtig losging, 21,7 Cent der Liter. :thumbup:

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  • Wolfram

    Added the Label 3.3L
  • Wolfram

    Added the Label 41TE / A604
  • Wolfram

    Added the Label FWD
  • Wolfram

    Added the Label ES
  • Soo seit längerem gibt es jetzt mal noch ein Mini-Update.


    Ohne Bilder, aber trotzdem erwähnenswert war eine kleine Story mit der Gasanlage.

    Ab und an leuchtete die Motor-Kontrolleuchte und es war immer wieder der gleiche Fehler, #27. Das nicht nur einmal sondern direkt dreimal. Der gleiche Fehler war drei mal gesetzt. Immer wieder. Manchmal lange garnicht, dann ein paar mal schnell hintereinander.

    Das schlaue Wiki verrät folgenden Fehlercode:

    Quote

    Injector Control Circuit

    Und was bedeutet das jetzt? Nun, es scheint Probleme nicht nur bei einem Schaltkreis der Injektoren zu geben, sondern bei allen dreien.


    Ja aber warum? Erstmal wegignorieren.

    Dann folgte eine längere Tour über die Lofoten und wieder zurück.


    Was fiel auf? Ab und zu ruckelte der Motor, das war nicht nur ein leichtes ruckeln sondern ein richtig enormes Aussetzen des Motors, man hatte das Gefühl man bleibt jetzt stehen und das wars. Nach dem Umschalten auf Benzin war das Problem sofort wieder weg.

    Noch etwas fiel auf, das Auto verbrauchte zusätzlich zum LPG auch noch Benzin. Ja ist normal, fürs Warmfahren braucht man ja Benzin. Man kann sich nur leider nicht auf ewig selbst belügen, irgendwann konnte es nicht ignoriert werden:


    Das Auto verbraucht gleichzeitig Gas und Benzin.


    Und jetzt?

    Das erklärt zumindest mal das Ruckeln, der Motor bekommt zu viel Sprit und geht fast aus.

    Aber warum? Wie kann das überhaupt sein? Das Problem war mal mehr vorhanden, mal weniger.

    Wenn doch etwas kaputt wäre, dann würde es doch die ganze Zeit kaputt sein? Oder? Oder?!

    Anscheinend nicht.


    Bei einer Gasanlage mit Injektoren ist es üblicherweise (bei einer Prins VSI auf jeden Fall) so, dass die Leitungen der Benzin-Injektoren durchtrennt werden und durch die Gasanlagentechnik hindurchgeschleift werden. Das ist notwendig, damit die Gasanlage die Benzin-Zufuhr abschalten kann. Das kann ein Motorsteuergerät natürlich nicht, dafür ist es nicht gebaut.


    Also trennt eine Gasanlage einfach die Verbindung der Injektoren?

    Nein.

    Warum?


    Weil das Motorsteuergerät erkennt wie viel Strom durch die Injektoren fließt und diese Werte kontrolliert. Damit kann ein Steuergerät erkennen, ob es einen Kurzschluss oder eine Fehlfunktion seitens der Injektor-Ansteuerung gibt. Fließt kein Strom ist was kaputt.


    Also muss dem Steuergerät der korrekte Widerstand eines Injektors im Gasbetrieb..vorgegaukelt werden...untermogeln, simulieren, fälschen.

    Man könnte auch sagen man muss den fehlenden Widerstand...emulieren.

    Da gibt es doch ein Teil einer Prins VSI 1. Der... Emulator!


    Und so sieht das Teil aus:


    Ganz früher war es bei der Prins VSI 1 so, dass dieser Emulator in den Kabelbaum integriert war. Da diese Idee natürlich schlecht ist wurde daraufhin der Emulator mit einem Stecker versehen. Hier scheint es verschiedene Teilenummern zu geben (6-Zylinder):

    - 091/71004

    - 091/71005

    - 091/71006/B


    Mit 80€ war das Teil jetzt nicht besonders günstig, aber einen Versuch ist es Wert.


    Also zur Halle gefahren mit dem neuen Teil dabei. Praktischerweise ruckelte die Karre wieder bis zum erbrechen. Der Motor war auf Gas nicht mehr in der Lage das Standgas zu halten und ist sofort aus gegangen wenn Gas weggenommen wurde.

    Also, alten Emulator raus, neuen rein. Motor gestartet und siehe da: seidenweicher Motorlauf.

    Es ist also klar, der Emulator war kaputt, und das schon ziemlich lange.


    Ich vermute dass in dem Emulator Transistoren/MOSFETs oder was auch immer da drin steckt gealtert sind und dann nicht mehr in der Lage waren die Benzin Injektoren ordentlich zu trennen. Dadurch ging etwas Strom an die Injektoren und haben so Benzin in den Motor gelassen.

    Nachprüfen kann man das nicht wirklich, die Module sind vergossen.





    Gastank:

    Beim Einbau des Gastanks wurden brav natürlich die von Stako mitgelieferten Schlosschrauben verwendet.

    Diese Schrauben waren nur leider Roh (nicht brüniert/phosphatiert wie ich vermutet hatte).

    Dementsprechend widerstandsfähig gegen Rost waren die Schrauben dann auch, nämlich garnicht.


    Dem Herrn vom TÜV schien die selbst gebaute Halterung nicht zu missfallen, die rostigen Schrauben waren natürlich nicht in Ordnung.


    Bei der Auslegung des Halters habe ich nicht vorgesehen dass man diese Schrauben tauschen kann wenn der Tank eingebaut ist.

    Also muss der ganze Tank wieder raus, und die Schrauben schnell ersetzt.


    Bei der Gelegenheit sind dann noch zusätzlich 8mm dicke Stücke eingesetzt worden um den Druck der Verschraubung zur Karosserie hin noch besser zu verteilen, die Karosseriescheiben von vorher schienen mir etwas dürftig.


    Dann wurde der gesamte Träger von innen noch mit FluidFilm AS-R konserviert und die Enden der Vierkantrohre mit Kappen verschlossen.


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  • Grün ist das neue Schwarz


    Da man sich an dem schwarz der Ölwannen natürlich irgendwann satt sieht, musste eine andere Farbe her.


    Um diese Misere zu lösen kommen eine Motorölwanne von Spectra Premium aus Kanada(Teilenummer CRP05B) und eine gewöhnliche Getriebeölwanne mit Ablassschraube zum Einsatz. Die Motorölwanne hat zusätzlich eine weitere Bohrung für einen Ölstandsensor, den hat der ES / AS natürlich nicht.


    Zunächst werden die Ölwannen sandgestrahlt und verzinkt um Korrosion vorzubeugen.


    Als Lackierung kommt Brantho 3in1 aus der Sprühdose zum Einsatz.


    Die Innenseite wird natürlich auch lackiert, muss ja schön sein. Zitat vom korrosionsschutz-depot : "Brantho Korrux 3in1 ist zu 100% ölbeständig [...]"


    Die Motorölwanne bekommt zusätzlich noch einen Temperatursensor von VDO, dazu aber an anderer Stelle mehr.

    Beide Ölwannen haben ein Ölablassventil von Stahlbus. Mal schauen als wie praktisch sich das System auf Dauer herausstellt. Beide dieser (nicht originalen) Ölwannen haben als Gewinde M14x1,5.


    Und das ganze mal an Ort und Stelle.


    Die Ablassschraube vom Getriebe ist wirklich sehr tief, hoffentlich geht das nicht schief.


    Ich habe einen Adapter für einen Ölabsauger gebaut, so kann das Öl direkt herausgesaugt werden.

    Grade beim Getriebe erspart man sich durchaus etwas Sauerei, da die Wanne ja für den Filter runter muss, aber dann das Öl schonmal raus ist.



    Papierdichtungen Getriebe

    Entgegen der Empfehlung von Getriebekennern werden Dichtungen statt Silikon für das Getriebe eingesetzt.

    Am Diff war es ziemlich ölig, dass da mal was getan werden musste.

    Also kommen die Dichtung vom Differential und von der Stirnseite des Getriebes mal neu.


    Bei Getriebe Berger waren die Teile sogar im Angebot und haben pro Stück keine 4 Euro gekostet.


    Ob die Dichtungen dicht halten steht und fällt mit der Reinigung der Silikonverschmierten Teile.



    Kleiner Tipp: Um beim Reinigen der Dichtflächen mit dem Schleifvlies keinen Schmutz auf die schönen Zahnräder zu bringen, mit etwas Frischhaltefolie abdecken.


    Ob und wie das ganze Dicht hält wird sich jetzt zeigen, die Simmerin vom Getriebe müssen allerdings auch neu, die haben sich danach auch als undicht heraus gestellt....

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